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Studienprofil: Software Technology Engineering in Dänemark studieren

Mit dem Schwerpunkt auf Projekt- und Teamarbeit lernen in Dänemark internationale Studierende im Bachelor-Programm „Software Technology Engineering“. Der Campus unserer Partner-Uni VIA liegt für „die ITler“ in Horsens, in der Region Aarhus.

Den klassischen Informatik-Studiengang mit viel theoretischem Grundgerüst, wie wir ihn aus Deutschland kennen, gibt es am VIA University College in Dänemark nicht. Inhaltlich geht es in dem rein englischsprachigen Studiengang um die Schwerpunktthemen „Internet of things“, „Interactive media“ und „Data engineering“. VIA legt – wie in für die Dänen üblich – großen Wert darauf, dass der Studiengang vom ersten bis zum letzten Semester auch die großen politisch-gesellschaftlichen Themen anpackt: Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Innovation.

Voraussetzungen
Die Auswahl der Bewerber*innen erfolgt durch eine individuelle Prüfung der Schulabschluss-Noten, der bisherigen Berufserfahrung und des sozialen Engagements. Zudem wird ein bestandener Mathematik- und Englisch-Grundkurs und ein Englischnachweis über einen international anerkannten Test (Toefl iBT u.a.) vorausgesetzt.

Zulassungsvoraussetzungen: studienberechtigender Schulabschluss, für deutsche Bewerber*innen, Abitur oder Fachhochschulreife mit speziellem Fächernachweis, Mathematik- und Englisch-Belegung in den letzten Schuljahren entscheidend, gefordert wird auch ein Englisch-Sprachzertifikat, u.a. Toefl iBT
Bewerbungsfrist: Anfang Februar bis Mitte März
Studienbeginn: Ende August/Anfang September
Dauer: 7 Semester
Gebühren: keine (EU-Bürger können staatliche Ausbildungsunterstützung beantragen) Mehr zum SU („Statens Uddannelsesstøtte“) dem staatlichen dänischen Stipendium für internationale Studierende
Unterrichtssprache: Englisch
Abschluss: Bachelor
Hochschule: VIA University College
Campus: Horsens

Studienprofil: Modedesign in Dänemark studieren

Perfekt ausgestattet, praxisnah und mit allen Möglichkeiten, die eigenen Kreationen direkt umzusetzen. So funktioniert das Modedesign-Studium an unserer Partner-Uni, dem VIA University College in Dänemark.

Studienaufbau
Modesign bis zum Bachelor-Abschluss wird in Dänemark englischsprachig am VIA University College unterrichtet. Der Campus dieser staatlichen dänischen Hochschule liegt in Herning, in der Region Aarhus. Hinter dem Titel „Design, Technology and Business“ verbirgt sich ein Studiengang, bei dem Studierende sich auf den Track „Fashiondesign“ oder auf „Branding und Marketing Management“ konzentrieren können. Es steht also von Beginn an zur Wahl, eher den Design- oder eher den betriebswirtschaftlichen Aspekt zu betonen. Um den Bachelor-Abschluss zu erhalten, muss nach vier Semestern Grundstudium (AP) noch ein dreisemestriges Top-Up-Studium absolviert werden. Das weiterführende Programm bei VIA trägt den Titel „Design and Business“.

Voraussetzungen
Die Auswahl der Bewerber*innen erfolgt durch eine individuelle Prüfung der Schulabschlussnoten, der bisherigen Berufserfahrung und des sozialen Engagements. Zudem wird ein Mathematik- und Englisch-Grundkurs und ein Englischnachweis über einen international anerkannten Test vorausgesetzt.
Zulassungsvoraussetzungen: studienberechtigender Schulabschluss, für deutsche Bewerber*innen: Abitur oder Fachhochschulreife mit speziellem Fächernachweis, Mathematik- und Englisch-Belegung in den letzten Schuljahren entscheidend, gefordert wird auch ein Englisch-Sprachzertifikat, u.a. Toefl iBT
Bewerbungsfrist: Anfang Februar bis Mitte März
Dauer: 4 Semester (+ 3 Semester Top Up bis zum Bachelor-Abschluss
Gebühren: keine (EU-Bürger können staatliche Ausbildungunterstützung beantragen) Mehr zum SU („Statens Uddannelsesstøtte“) dem staatlichen dänischen Stipendium für internationale Studierende
Unterrichtssprache: Englisch
Abschluss: Bachelor nach AP und Top up Programm
Hochschule: VIA University College
Campus: Herning

Studienkosten: Hyggelig in Nordeuropa studieren

Dänische und schwedische Socken am Sttand

Dänemark und Schweden sind seit jeher Vorreiter im Bildungswesen. Hiesige Universitäten locken auch mit rein englischsprachigen Programmen Studenten aus der ganzen Welt.

Ursprünglich, natürlich und gemütlich – dänisches Design ist momentan ausgesprochen angesagt. Den altbekannten Möbeln aus Schweden haben die Dänen fast den Rang in deutschen Studenten-WGs abgelaufen. Beide Länder sind unter jungen Deutschen sehr beliebt und immer mehr zieht es zum Studium in den hohen Norden.

Gemütlich, aber effektiv 
Die Dänen sind bekannt für ihren Sinn für Gemütlichkeit. Der dänische Begriff dafür, „Hygge“, ist mittlerweile bis nach Deutschland rübergeschwappt. Trotz dieser traditionell ruhigen Lebensart sind sie ein hochmodernes Volk. Besonders fortschrittlich ist das Bildungssystem. Kein Staat in Europa investiert anteilig so viel Geld in Bildung. Auch in der Hochschullandschaft ist dies zu erkennen: Mit guten Budgets an den Unis ausgestattet, arbeiten Dozenten meist mit überschaubaren Gruppen. Es gibt progressive Lehransätze wie Problembasiertes Lernen, das nicht selten Standard ist.

Breite Hochschullandschaft 
Schweden, das größte Land Nordeuropas, bleibt Vorreiter in der Hochschulbildung. 14 staatliche und vier private Universitäten sowie 24 staatliche Fachhochschulen prägen die Bildungslandschaft – in einem Land mit knapp zehn Millionen Einwohnern beachtliche Zahlen. Für Schweden gilt, was auch in anderen Ländern Nordeuropas politische Realität ist: Der Bildungssektor wird wert geschätzt. Flache Hierarchien und eine rege Diskussionskultur werden an den Hochschulen des Landes gelebt.

Hilfe vom Staat 
Eigentlich verbindet man Skandinavien mit hohen Lebenshaltungskosten, jedoch sollte man auch wissen, welche besondere staatliche Förderung Studenten dort erhalten. Zunächst muss kein EU-Bürger Studiengebühren zahlen. In Schweden erhalten Studenten zudem eine monatliche Unterstützung von bis zu 1.000 Euro, wenn sie bereits mehrere Jahre im Land leben. In Dänemark fällt die staatliche Förderung sogar noch höher aus. Arbeitet ein Student zehn Stunden pro Woche, kann er knapp 800 Euro erhalten – unabhängig vom Einkommen der Eltern und der Aufenthaltsdauer im Land.

Tiermedizin studieren – Vom Hörsaal in die Tierklinik

Wer in Deutschland Tiermedizin studieren will steht vor hohen Zulassungshürden. Immer mehr Studenten entscheiden sich daher für einen englischsprachigen Studiengang im europäischen Ausland. Und das ist weit mehr als eine Notlösung! In Lettland oder Polen warten moderne Universitäten, perfekte Studienbedingungen und eine internationale Studentenschaft auf die angehenden Tierärzte.

Das nennt man wohl ein repräsentatives Universitätsgebäude! Die Latvia University of Science and Technology (LLU) im lettischen Jelgava ist immerhin im größten Barockschloss des Baltikums untergebracht. Durch die langen Gänge des Gebäudes aus dem 18. Jahrhundert laufen täglich Studenten aus Finnland, England, Polen und anderen europäischen Ländern, auch einige Deutsche sind dabei. Denn hier, knapp 50 Kilometer von der Hauptstadt Riga entfernt, wird seit Neuestem ein internationales Tiermedizinstudium in englischer Sprache angeboten.

Hauptgebäude der Tiermedizin-Hochschule in Lettland
Die 20-jährige Corinne Rinck aus Mainz hat ihr Studium an der LLU gerade begonnen. „Kein Abitur mit einer Eins vor dem Komma und kein Glück über Losverfahren oder Warteliste“, erzählt sie eine Geschichte, die wohl vielen bekannt vorkommt. Tiermedizinstudienplätze an deutschen Universitäten sind rar. Kanpp 4.000 Bewerber kommen meist auf die annähernd 1.000 Studienplätze in Deutschland, so die staatliche Vermittlungsstelle „Hochschulstart“. Immer mehr deutsche Studenten folgen daher dem Beispiel der Human- und Zahnmediziner und wandern ins europäische Ausland ab.

Jelgava in Lettland: Fast familiäre Verhältnisse
Für Corinne stand ihr Wunschstudium Tiermedizin schon vor dem Abitur fest. Also schaute sie sich in Europa um und stieß auf den internationalen Studiengang an der LLU. Nach Bewerbung und bestandenem Aufnahmetest ging es los. „Eine bessere, individuellere Betreuung kann ich mir an einer Hochschule nicht vorstellen. Das hat natürlich auch mit unserer Gruppengröße zu tun“, berichtet Corinne. Gerade einmal sieben Studenten sind im englischsprachigen Programm Tiermedizin in Jelgava im ersten Semester eingeschrieben.
„Wir haben ein enges Prüfungssystem, in dem zweiwöchentlich, manchmal auch wöchentlich, geprüft wird. In Physik kommt es zum Beispiel vor, dass jeder Student einen individuellen Test mit eigenen Fragen bekommt.“ Im Hauptgebäude der Universität finden vor allem die theoretischen Veranstaltungen statt. Weitere Seminarräume und die Tierklinik, an der die praktische Ausbildung stattfindet, sind an anderen Standorten untergebracht. „Jelgava ist eine Kleinstadt, aber die Studentengemeinde rückt deswegen noch enger zusammen“, erzählt die Studentin.
Das Beschauliche der Stadt und die viele Natur drumherum muss man mögen. Oder aber viel fahren. „Einige Studenten wohnen in Riga und pendeln nach Jelgava“, erzählt Agris Dobrovoļskis, Koordinator für die internationalen Studiengänge der LLU. „Auch das ist eine Möglichkeit, wenn man das Studium in einer ländlichen Kleinstadt mit dem Studentenleben einer Großstadt verbinden möchte.“ Corinne hat sich für das Studentenwohnheim in Jelgava selbst entschieden. Nach der Anmeldung hatte sie dort sofort ein Zimmer sicher. Zwei Dinge haben sie besonders überrascht: „Zuerst, wie neu hier alles ist, gerade die Ausstattung an der Tierklinik. Und dass die Teilnahme am Sportkurs verpflichtend ist.“ Corinne belegt den Schwimmkurs der Universität und sammelt dabei Credits für ihr Studium – für ein deutsches Tiermedizin-Curriculum eher ungewöhnlich.

Anstrengend, aber ungemein spannend: Studieren in Warschau

Wer lieber in einer richtigen Großstadt studieren möchte, der sollte sich einmal die Warsaw University of Life Sciences (WULS) ansehen. Die polnische Hauptstadt gehört zu den aufregendsten Städten Europas überhaupt und das studentische Leben ist so vielfältig wie die Metropole selbst. Hier ist man mittendrin einer echten europäischen Kulturhochburg. Das ist spannend, kann aber auch ganz schön anstrengend sein. In Warschau absolvieren derzeit annähernd 250 Studenten den englischsprachigen Tiermedizin-Studiengang. Die WULS hat ihn 2007/2008 ins Leben gerufen und arbeitet seitdem an einer engen internationalen Vernetzung. So sind im Rahmen des Euroleague Life Science Netzwerks Kooperationen mit der Universität Kopenhagen, der Universität Hohenheim und der University of Life Sciences, Wien, entstanden.
Studiengebühren – Und was soll das alles kosten?
Bevor aber das Abenteuer „Internationaler Studiengang“ startet, gilt es, Informationen zu sammeln. Am wichtigsten: die Anerkennung. Absolventen mit einem internationalen Abschluss „Doctor of Veterinary Medicine“ aus einem anderen EU-Mitgliedsland erhalten nach einer Gleichwertigkeitsprüfung die Approbation und sind dann ohne Einschränkung berechtigt, in Deutschland zu praktizieren. Am zweitwichtigsten sind meist die Studiengebühren, an der Hauptstadt-Uni in Warschau liegen die im Jahr 2021 bei 8.400 Euro pro Studienjahr. Im lettischen Jelgava fallen sie mit 8.000 Euro pro Jahr etwas niedriger aus. In Warschau sind die Mieten verglichen mit  Jelgava vergleichsweise hoch, aber immer noch deutlich niedriger als in Deutschland. Mindestens 500 bis 700 Euro sollte man pro Monat allerdings in allen drei Städten kalkulieren, so der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD).
Neben dem Klassiker, dem Tiermedizin-Studium in Ungarn, haben sich also in den vergangenen Jahren attraktive Alternativen entwickelt. Warschau und Jelgava sind nur zwei Beispiele von vielen; auch in der Slowakei, in Litauen und an anderen polnischen Universitäten werden Veterinärmedizinier ausgebildet. Und den Blick über den Tellerrand, den gibt es überall gratis dazu.

Approbation übers Baltikum: Medizinstudium in Litauen

Alan Bareiss (24)* steht kurz vor dem Abschluss seines Medizinstudiums an der Lithuanian University of Health Sciences (LSMU) in Kaunas. Der Deutsche fühlt sich in der zweitgrößten Stadt Litauens sehr wohl, lobt das problemorientierte Studienkonzept und die Internationalität der medizinischen Fakultät.

Wieso bist du für das Studium ins Ausland gegangen? 

Der Hauptgrund war, dass ich in Deutschland keinen Platz bekommen habe. Ich war aber auch sehr neugierig und hatte Lust auf ein anderes Land, neue Eindrücke.

Wie kamst du darauf, gerade in Kaunas zu studieren? 

Das war eher Zufall, ich hatte zu Auslandsstudiengängen in der Medizin recherchiert und einen Aufnahmetest von der LSMU in Deutschland gemacht. Erst nachdem ich bestanden hatte, habe ich mich mit der Uni und der Stadt beschäftigt. Beides war mir auf Anhieb sympathisch, ich habe zügig zugesagt.

Was sagst Du zum Studium? Gibt es Besonderheiten? 

Alan während des Interviews

Besonders ist das Studienkonzept der LSMU, das ganz auf Problembasiertem Lernen aufbaut. Es gibt also kaum Frontalunterricht. In Gruppen arbeitet man an konkreten Problemen oder Projekten, man organisiert sich, lernt gemeinsam und sucht mit Hilfe der Dozenten das relevante Wissen zusammen.

Gibt es auch in Litauen die Trennung zwischen vorklinischem und klinischem Teil? 

Ja. Die ersten zwei Jahre verlaufen eher theoretisch, ab dem dritten Jahr sind die Studenten in den Kliniken unterwegs. Durch das Studienkonzept heißt das im klinischen Teil auch: sehr praxisnahes Unterrichten und viel Patientenkontakt.

Dafür muss man Litauisch können… 

Richtig. Das ist verpflichtend im Curriculum ab dem ersten Semester. Die Kurse helfen natürlich sehr. Um ehrlich zu sein, habe ich die Sprache aber abends in den Bars gelernt, wenn ich mit Litauern zusammen war. Ich habe während des Studiums meine Freundin kennengelernt, die aus Kaunas kommt. Mit ihr und ihrer Familie spreche ich natürlich auch Litauisch.

Und das Studentenleben in Kaunas? Wie kann man sich das vorstellen? 

Die jungen Litauer sind sehr offen und international eingestellt. Neben der Uni hat man in Kaunas ein echt gutes Leben. Die Stadt ist mit knapp 300.000 Einwohner groß genug, es gibt viele Cafés und Bars. Basketball wird als die „zweite Religion der Litauer“ bezeichnet. Der mehrfache Meister kommt aus Kaunas und spielt in der großen Arena der Stadt. Zudem sind die Lebenshaltungskosten für Studenten recht niedrig, es gibt 80 Prozent Rabatt auf den öffentlichen Nahverkehr. So kostet eine Fahrkarte nach Vilnius nur 3,50 Euro. Die Hauptstadt ist auch nur eine Stunde entfernt. Für ein WG-Zimmer habe ich 150 Euro bezahlt.

Wie ist der Kontakt zu anderen Studenten? 

Ich studiere zusammen mit einigen Deutschen, auch mit Israelis, Spaniern, Schweden und anderen Nationalitäten. Da haben sich Freundschaften in der ganzen Welt gebildet. Während meines Studiums habe ich etwa einen Kommilitonen in Indien besucht, war auf einer Hochzeit in England eingeladen. Mit einem Studienfreund aus Israel, der zum ersten Mal Deutschland besuchte, ging es in meiner Heimatstadt Stuttgart ins Festzelt auf der Cannstatter Wasen.

Vielen Dank für das Gespräch!

(* Das Interview haben wir von Finde Academic im Herbst 2018 geführt, mittlerweile hat Alan sein Studium bereits abgeschlossen.]